Informationstechnologien

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Von Hartmut Schuhmacher · 2012

Moderne IT ist zwar kostspielig. Doch von ihr profitieren Fahrgäste und Verkehrsbetriebe. Wer investiert, gewinnt.

Lange vorbei sind die Zeiten, in denen Informationsübermittlung bei der Bahn hauptsächlich mit Hilfe von Signalkellen und Trillerpfeifen stattfand. Heute tauschen Fahrzeuge, Leitzentralen und Haltestellen ihre Informationen mit Computerunterstützung über Funk, Netzwerkkabel, DSL und Glasfaser aus. Davon profitieren nicht nur die Verkehrsunternehmen, sondern auch ganz direkt die Fahrgäste. Ganz neu ist diese Entwicklung nicht: Verkehrsunternehmen verwenden bereits seit Anfang der Sechzigerjahre elektronische Anlagen, um Informationen zu sammeln und ihre Fahrzeugflotten zu verwalten. Seit den Siebziger Jahren gibt es dynamische Fahrgastinformationsanzeigen – also Displays, die nicht nur die zuvor festgelegten Fahrpläne anzeigen, sondern auch Abweichungen von diesen Plänen berücksichtigen. Früher hießen die Steuerungsanlagen rechnergestützte Betriebsleitsysteme (RBL) – und kümmerten sich in der Regel um jeweils eine Verkehrsart (beispielsweise U-Bahn oder Bus). Seit 2005 jedoch verwenden Verkehrsexperten meist die Bezeichnung Intermodal Transport Control System (ITCS). Dieser Begriff soll ausdrücken, dass solche ITCS mehrere RBL miteinander integrieren, so dass sie sich von einer Zentrale aus verwalten lassen.

Vorreiter bei Auskunftssystemen

Bei den Auskunftssystemen, die auf den gesammelten Verkehrsdaten aufbauen, ist Deutschland ein Vorreiter: Wie in nur wenigen anderen Ländern ist es bei uns möglich, regionsübergreifende Fahrplanauskünfte zu erhalten, um beispielsweise die beste Verbindung von einer Adresse in Berlin zu einer Adresse in Dortmund zu erfahren. Die Kosten für das digitale Sammeln, Übermitteln und Verarbeiten der Verkehrsdaten sind hoch. Aber das ist beinahe egal. Denn der Nutzen überwiegt die Kosten deutlich: Die Unternehmen verwenden ihre Überwachungssysteme ja nicht nur zum Bereitstellen der Fahrgastinformationen, sondern unter anderem auch zum Steuern der Verkehrsabläufe und für die Personalplanung. Das System aus diesen ineinandergreifenden Vorgängen ist hochgradig komplex, und um das Verkehrsmanagement so effizient und kostengünstig wie möglich zu verwirklichen, benötigen die Verkehrsunternehmen zwingend moderne Informations- und Kommunikationstechnologien.

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